Ein harmonisches Lächeln wird nicht nur von den Zähnen bestimmt. Auch Zahnfleischverlauf, Gewebedicke, Kieferknochen und die Position von Zahnimplantaten beeinflussen das Erscheinungsbild. In unserer Praxis für Oralchirurgie in Uster verbinden wir ästhetische Behandlungsziele mit biologischer Stabilität, guter Reinigungsfähigkeit und langfristiger Funktion.
Ästhetische Oralchirurgie
Zahnfleisch, Knochen und Implantate funktionell und ästhetisch aufeinander abstimmen – individuell geplant und möglichst schonend behandelt.
Ästhetische Oralchirurgie umfasst chirurgische Behandlungen, mit denen Zahnfleisch, Weichgewebe und Kieferknochen rund um natürliche Zähne oder Zahnimplantate gezielt korrigiert und aufgebaut werden.
Dabei geht es nicht darum, einem starren Schönheitsideal zu entsprechen. Ziel ist ein natürlich wirkendes Ergebnis, das zu Gesicht, Lippen, Zähnen und persönlicher Ausgangssituation passt.
Eine ästhetisch ansprechende Behandlung muss gleichzeitig biologisch sinnvoll sein. Gesundes, stabiles und gut zu reinigendes Gewebe ist deshalb wichtiger als eine kurzfristige optische Veränderung.
Was gehört zur ästhetischen Oralchirurgie?
Zu den möglichen Behandlungen gehören unter anderem:
- Korrektur eines ungleichmässigen Zahnfleischverlaufs,
- ästhetische Verlängerung sichtbar kurzer Zähne,
- Behandlung eines ausgeprägten Zahnfleischlächelns beziehungsweise Gummy Smile,
- Deckung freiliegender Zahnwurzeln,
- Verdickung von sehr dünnem Zahnfleisch,
- Weichgewebsaufbau rund um Zahnimplantate,
- Ausgleich eingesunkener Bereiche nach Zahnverlust,
- Aufbau von Knochen und Weichgewebe vor einer Implantation,
- Optimierung des Gewebeverlaufs vor Kronen, Brücken oder Veneers,
- Korrektur ausgewählter ästhetischer Probleme an bestehenden Implantatversorgungen.
Welche Massnahme sinnvoll ist, hängt von der Ursache des sichtbaren Problems ab. Zahnfleisch, Knochen, Zahnstellung, Lippenbewegung und Zahnersatz müssen deshalb gemeinsam beurteilt werden.
Was macht ein harmonisches Lächeln aus?
Das Erscheinungsbild eines Lächelns entsteht aus dem Zusammenspiel verschiedener Strukturen:
- Form, Länge und Stellung der Zähne,
- Verlauf und Symmetrie des Zahnfleisches,
- Dicke und Farbe des Weichgewebes,
- Vorhandensein der Zahnfleischpapillen zwischen den Zähnen,
- Position der Oberlippe beim Lächeln,
- Form des darunterliegenden Kieferknochens,
- Position und Gestaltung von Kronen, Brücken oder Implantaten.
Eine auffällige Stelle kann daher unterschiedliche Ursachen haben. Eine reine Zahnfleischkorrektur ist nur dann sinnvoll, wenn tatsächlich das Zahnfleisch beziehungsweise der darunterliegende Knochen die Ursache des Problems ist.
Wann ist eine chirurgische Korrektur sinnvoll?
Eine ästhetisch motivierte oralchirurgische Behandlung kann geprüft werden, wenn:
- Zähne durch viel sichtbares Zahnfleisch sehr kurz wirken,
- der Zahnfleischverlauf deutlich asymmetrisch ist,
- freiliegende Zahnwurzeln sichtbar oder empfindlich sind,
- sehr dünnes Zahnfleisch ein erhöhtes Risiko für weiteren Rückgang aufweist,
- nach Zahnverlust ein sichtbarer Gewebeeinbruch entstanden ist,
- ein Implantat oder eine Implantatkrone unnatürlich aus dem Zahnfleisch hervortritt,
- vor einer geplanten ästhetischen Versorgung stabile Gewebeverhältnisse geschaffen werden müssen.
Nicht jede sichtbare Unregelmässigkeit benötigt eine Behandlung. Entscheidend ist, wie stark sie stört, ob funktionelle Nachteile bestehen und ob sich mit vertretbarem Aufwand eine verlässliche Verbesserung erreichen lässt.
Was ist ein Gummy Smile?
Bei einem sogenannten Gummy Smile beziehungsweise Zahnfleischlächeln ist beim Lächeln ein vergleichsweise grosser Anteil des Zahnfleisches sichtbar.
Wie viel Zahnfleisch als störend empfunden wird, ist individuell. Ein sichtbarer Zahnfleischanteil ist grundsätzlich normal und muss nicht behandelt werden.
Mögliche Ursachen für ein ausgeprägtes Zahnfleischlächeln sind:
- kurz wirkende klinische Zahnkronen,
- Zahnfleisch, das einen zu grossen Anteil der Zahnoberfläche bedeckt,
- eine ausgeprägte Bewegung der Oberlippe,
- eine kurze Oberlippe,
- eine besondere Stellung oder Form des Oberkiefers,
- Abnutzung oder unvollständiger Durchbruch der Zähne,
- eine Kombination mehrerer Faktoren.
Die Behandlung muss sich nach der tatsächlichen Ursache richten. Eine Zahnfleischoperation allein ist beispielsweise nicht ausreichend, wenn das Erscheinungsbild hauptsächlich durch die Lippenbewegung oder die Kieferform entsteht.
Ästhetische Kronenverlängerung
Bei einer ästhetischen Kronenverlängerung wird ein Teil der natürlichen Zahnoberfläche sichtbar gemacht, der bisher von Zahnfleisch bedeckt war.
Dadurch können:
- kurz und breit wirkende Zähne länger erscheinen,
- unterschiedliche Zahnfleischhöhen ausgeglichen werden,
- Zahnproportionen harmonischer gestaltet werden,
- die Voraussetzungen für Kronen, Veneers oder andere ästhetische Versorgungen verbessert werden.
Abhängig von der anatomischen Situation genügt eine Korrektur des Zahnfleisches. Liegt der Kieferknochen sehr nahe am geplanten neuen Zahnfleischrand, muss zusätzlich ein kleiner Anteil des Knochens angepasst werden.
Vor dem Eingriff muss festgelegt werden, wie viel Zahn tatsächlich freigelegt werden kann, ohne den Zahnhalteapparat, die Zahnwurzel oder die langfristige Stabilität zu beeinträchtigen.
Zahnfleischkorrektur und Gingivoplastik
Bei einer Zahnfleischkorrektur wird überschüssiges oder unregelmässig verlaufendes Zahnfleisch gezielt angepasst. Medizinisch werden abhängig vom Verfahren auch die Begriffe Gingivektomie oder Gingivoplastik verwendet.
Eine solche Behandlung kann geeignet sein bei:
- kleineren Unregelmässigkeiten des Zahnfleischrandes,
- unterschiedlichen Zahnfleischhöhen an benachbarten Zähnen,
- überschüssigem Zahnfleisch ohne notwendigen Knochenabtrag,
- der Vorbereitung einer ästhetischen Zahnversorgung.
Das Zahnfleisch sollte nicht allein anhand einer sichtbaren Linie entfernt werden. Der Abstand zum darunterliegenden Knochen und die natürliche Gewebebefestigung müssen berücksichtigt werden, damit keine dauerhafte Entzündung oder unkontrollierte Rückbildung entsteht.
Zurückgegangenes Zahnfleisch und freiliegende Zahnhälse
Bei einer Zahnfleischrezession zieht sich der Zahnfleischrand zurück und ein Teil der Zahnwurzel wird sichtbar. Dadurch kann der betroffene Zahn länger erscheinen als die Nachbarzähne.
Neben der ästhetischen Veränderung können auftreten:
- Empfindlichkeit auf Kälte, Berührung oder süsse Speisen,
- Beschwerden beim Zähneputzen,
- erhöhte Anfälligkeit der Wurzeloberfläche für Abnutzung oder Karies,
- weitere Ausdünnung des Zahnfleisches,
- ein ungleichmässiger Zahnfleischverlauf.
Vor einer Operation müssen mögliche Ursachen wie eine ungünstige Putztechnik, Entzündung, sehr dünnes Gewebe oder eine besondere Zahnstellung erkannt und soweit möglich korrigiert werden.
Rezessionsdeckung und Zahnfleischtransplantation
Bei einer Rezessionsdeckung wird das vorhandene Zahnfleisch in Richtung der freiliegenden Zahnwurzel verschoben. Häufig wird zusätzlich ein Bindegewebstransplantat verwendet, um das Gewebe zu verdicken und zu stabilisieren.
Das Transplantat wird meist aus dem Gaumen gewonnen und unter das Zahnfleisch am Behandlungsort gelegt.
Mögliche Ziele sind:
- Bedeckung der freiliegenden Wurzeloberfläche,
- Verdickung und Stabilisierung des Zahnfleisches,
- Reduktion von Empfindlichkeiten,
- Verbesserung des Zahnfleischverlaufs,
- Schutz vor weiterem Geweberückgang.
Eine vollständige Wurzeldeckung kann nicht in jeder Situation garantiert werden. Die erreichbare Verbesserung hängt insbesondere von der Form des Defektes, dem Knochen zwischen den Zähnen, der Zahnstellung und der vorhandenen Gewebedicke ab.
Sehr dünnes Zahnfleisch verstärken
Sehr dünnes Zahnfleisch kann empfindlich wirken und unter bestimmten Voraussetzungen leichter zurückgehen. Auch die Farbe einer Zahnwurzel, eines Implantates oder eines Implantataufbaus kann durch dünnes Gewebe stärker sichtbar sein.
Eine Weichgewebsaugmentation kann das Gewebe gezielt verdicken. Dafür können abhängig vom Behandlungsziel verwendet werden:
- körpereigenes Bindegewebe aus dem Gaumen,
- ein freies Zahnfleischtransplantat,
- in ausgewählten Situationen ein geeignetes Weichgewebsersatzmaterial.
Eigenes Gewebe und Ersatzmaterialien haben unterschiedliche Eigenschaften. Die Auswahl richtet sich nach dem notwendigen Volumen, der Region und dem gewünschten funktionellen beziehungsweise ästhetischen Ergebnis.
Ästhetischer Weichgewebsaufbau an Implantaten
Das Erscheinungsbild eines Implantates wird nicht nur durch die Implantatkrone bestimmt. Form, Dicke und Verlauf des umgebenden Zahnfleisches sind besonders im Frontzahnbereich wichtig.
Ein Weichgewebsaufbau kann vor, während oder nach einer Implantation durchgeführt werden. Mögliche Ziele sind:
- Verdickung des Zahnfleisches über dem Implantat,
- Ausgleich einer eingesunkenen Gewebekontur,
- Verbesserung des Übergangs zwischen Zahnfleisch und Implantatkrone,
- Verringerung des Durchschimmerns dunkler Strukturen,
- Verbesserung der Reinigungsfähigkeit,
- Unterstützung eines natürlicheren Zahnfleischverlaufs.
Der Weichgewebsaufbau kann die Ausgangssituation verbessern, aber eine ungünstige Implantatposition nicht immer vollständig ausgleichen.
Keramikimplantate bei hohen ästhetischen Anforderungen
Bei dünnem Zahnfleisch oder einer besonders anspruchsvollen Situation im sichtbaren Bereich kann neben der Implantatposition auch das Implantatmaterial berücksichtigt werden.
Keramikimplantate aus Zirkonoxid besitzen eine helle Materialfarbe und können bei geeigneten Voraussetzungen eine metallfreie Alternative zu Titanimplantaten darstellen.
Die Materialwahl allein garantiert jedoch kein ästhetisches Ergebnis. Entscheidend bleiben:
- die dreidimensionale Implantatposition,
- ausreichend Knochen,
- stabiles und ausreichend dickes Zahnfleisch,
- die Form der provisorischen und definitiven Krone,
- eine gute tägliche Reinigungsmöglichkeit.
Über die besonderen Eigenschaften und Grenzen von Keramikimplantaten informieren wir ausführlich auf unserer separaten Behandlungsseite.
Ästhetische Probleme an bestehenden Implantaten
An bestehenden Implantatversorgungen können sichtbare Veränderungen auftreten, beispielsweise:
- Zahnfleischrückgang,
- Durchschimmern eines dunklen Implantat- oder Aufbaumaterials,
- ein unnatürlicher Übergang zur Implantatkrone,
- fehlendes Gewebe an der Aussenseite des Implantates,
- eine zu lange oder asymmetrische Implantatkrone,
- sichtbare Metall- oder Keramikanteile.
Vor einer Korrektur muss geklärt werden, wodurch die Veränderung entstanden ist. Dabei beurteilen wir:
- die Position und Ausrichtung des Implantates,
- den vorhandenen Kieferknochen,
- Dicke und Qualität des Zahnfleisches,
- die Form der Implantatkrone,
- die Verbindung zwischen Implantat und Aufbau,
- mögliche Entzündungen oder periimplantäre Erkrankungen.
Je nach Ursache kann eine Anpassung des Weichgewebes, der Krone oder des Aufbaus sinnvoll sein. Bei deutlich ungünstig positionierten Implantaten kann eine vollständige ästhetische Korrektur allein durch Zahnfleischchirurgie nicht möglich sein.
Aufbau einer eingesunkenen Kieferkammkontur
Nach dem Verlust eines Zahnes können sich Knochen und Weichgewebe zurückbilden. Dadurch kann ein sichtbarer Einbruch entstehen, obwohl die Zahnlücke später mit einer Brücke oder einem Implantat versorgt wird.
Abhängig vom Defekt kann die Kontur verbessert werden durch:
- Weichgewebsaufbau mit einem Bindegewebstransplantat,
- Knochenaufbau,
- Kombination von Knochen- und Weichgewebsaugmentation,
- angepasste Gestaltung einer Brücke oder Implantatkrone.
Welche Methode sinnvoll ist, hängt davon ab, ob hauptsächlich Weichgewebe, Knochen oder beide Strukturen fehlen.
Gewebeerhalt nach einer Zahnentfernung
Nach einer Zahnentfernung verändert sich das ehemalige Zahnfach. Knochen und Zahnfleisch können an Breite und Höhe verlieren.
Ist später eine ästhetisch anspruchsvolle Implantat- oder Brückenversorgung geplant, kann eine sogenannte Socket Preservation beziehungsweise Alveolarkammprophylaxe sinnvoll sein.
Dabei wird das Zahnfach nach der Entfernung mit geeignetem Material versorgt und bei Bedarf mit einer Membran oder einem Weichgewebsersatz abgedeckt.
Das Verfahren kann die natürlichen Gewebeveränderungen begrenzen, aber nicht vollständig verhindern. Besonders im Frontzahnbereich ist deshalb bereits vor der Zahnentfernung eine vorausschauende Planung wichtig.
Kann eine sofortige Implantation die Ästhetik erhalten?
Bei einer Sofortimplantation wird das Implantat unmittelbar nach der Zahnentfernung eingesetzt. In geeigneten Situationen können dadurch Behandlungsschritte zusammengefasst und vorhandene Gewebestrukturen genutzt werden.
Eine Sofortimplantation verhindert den natürlichen Umbau von Knochen und Zahnfleisch jedoch nicht automatisch.
Voraussetzungen für ein solches Vorgehen sind unter anderem:
- eine geeignete Form des Zahnfaches,
- ausreichend stabiler Knochen,
- eine korrekte Implantatposition,
- kontrollierbare Entzündungsverhältnisse,
- ausreichend gesundes Weichgewebe,
- eine sorgfältig geplante provisorische Versorgung.
In ungünstigen Situationen kann ein verzögertes, mehrstufiges Vorgehen ästhetisch besser planbar sein.
Können schwarze Dreiecke zwischen den Zähnen behandelt werden?
Fehlt die Zahnfleischpapille zwischen zwei Zähnen, kann ein dunkler Zwischenraum entstehen. Umgangssprachlich wird häufig von einem schwarzen Dreieck gesprochen.
Die Ursache kann unter anderem liegen in:
- Verlust von Knochen und Zahnfleisch durch Parodontitis,
- dreieckiger Zahnform,
- ungünstiger Position des Kontaktpunktes,
- Zahnbewegungen nach einer kieferorthopädischen Behandlung,
- unterschiedlichen Zahn- oder Implantatpositionen.
Ein chirurgischer Aufbau der Papille ist nur begrenzt vorhersehbar. Häufig sind kieferorthopädische oder restaurative Massnahmen wie eine Veränderung der Zahnform besser geeignet. Deshalb sollte zunächst die genaue Ursache festgestellt werden.
Zusammenarbeit mit Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Dentallabor
Ästhetische Oralchirurgie ist häufig nur ein Teil eines umfassenderen Behandlungskonzeptes.
Je nach Ausgangssituation kann eine Zusammenarbeit notwendig sein mit:
- der behandelnden Zahnarztpraxis,
- einer kieferorthopädischen Praxis,
- dem Dentallabor,
- der Dentalhygiene oder Parodontologie,
- weiteren medizinischen Fachpersonen.
Vor Kronen, Brücken oder Veneers sollte der geplante endgültige Zahnfleischverlauf gemeinsam festgelegt werden. Nach einer chirurgischen Korrektur benötigt das Gewebe ausreichend Zeit zur Heilung und Stabilisierung, bevor die definitive Versorgung angefertigt wird.
Wie wird eine ästhetische Behandlung geplant?
Zu Beginn besprechen wir, welche Stelle Sie stört und welche Veränderung Sie sich wünschen. Anschliessend prüfen wir, ob dieses Ziel medizinisch und anatomisch realistisch erreichbar ist.
Zur Planung können gehören:
- klinische Untersuchung von Zähnen und Zahnfleisch,
- Messung des Zahnfleisch- und Knochenverlaufs,
- Beurteilung der Lippenbewegung beim Sprechen und Lächeln,
- Fotodokumentation,
- digitaler Scan der Zähne und des Zahnfleisches,
- Röntgenaufnahmen,
- bei geeigneter Fragestellung eine dreidimensionale DVT-Aufnahme,
- Abstimmung mit der geplanten Krone, Brücke oder Implantatversorgung.
Digitale Aufnahmen und Scans helfen bei der Dokumentation und Behandlungsplanung. Die Entscheidung über das geeignete Verfahren beruht jedoch immer auch auf der klinischen Untersuchung.
Wie läuft ein ästhetisch-chirurgischer Eingriff ab?
Die meisten Eingriffe werden ambulant und unter lokaler Betäubung durchgeführt. Vor Beginn prüfen wir, ob der Behandlungsbereich ausreichend betäubt ist.
Je nach Behandlungsziel wird:
- Zahnfleisch vorsichtig korrigiert oder verlagert,
- Gewebe aus dem Gaumen entnommen und transplantiert,
- Kieferknochen angepasst oder aufgebaut,
- eine Kombination verschiedener Verfahren durchgeführt.
Das behandelte Gewebe wird mit feinen Nähten stabilisiert. Nach dem Eingriff erhalten Sie klare Hinweise zur Wundpflege, Ernährung, Mundhygiene und Einnahme der vorgesehenen Medikamente.
Ist eine ästhetische Zahnfleischoperation schmerzhaft?
Während des Eingriffs verhindert die örtliche Betäubung normalerweise einen klaren Schmerz. Druck, Zug oder Vibrationen können dennoch wahrgenommen werden.
Nach der Behandlung können vorübergehend auftreten:
- Wundschmerzen,
- Schwellung oder Spannungsgefühl,
- Empfindlichkeit der Zähne,
- Beschwerden an einer möglichen Entnahmestelle am Gaumen,
- leichte Nachblutungen.
Das Ausmass hängt vom Umfang und von der Art des Eingriffs ab. Eine kleine Zahnfleischkorrektur ist meist weniger belastend als eine umfangreiche Gewebe- oder Knochenaugmentation.
Wie lange dauert die Heilung?
Die oberflächliche Wundheilung erfolgt während der ersten Wochen. Zahnfleisch und transplantiertes Gewebe verändern sich jedoch über einen längeren Zeitraum weiter.
Unmittelbar nach dem Eingriff können Farbe, Form und Höhe des Zahnfleisches noch unregelmässig oder geschwollen erscheinen. Das endgültige Ergebnis lässt sich deshalb nicht direkt nach der Nahtentfernung beurteilen.
Vor der Herstellung definitiver ästhetischer Kronen, Brücken oder Veneers kann eine mehrmonatige Reifungsphase sinnvoll sein. Der genaue Zeitplan richtet sich nach dem Eingriff und der geplanten Versorgung.
Was muss nach dem Eingriff beachtet werden?
Die operierte Region muss während der frühen Heilung vor mechanischer Belastung geschützt werden.
In der Regel gilt:
- Die Operationsstelle zunächst nicht direkt mit der Zahnbürste reinigen.
- Nicht mit Lippe, Fingern oder Zunge an der Wunde ziehen.
- Nähte und Transplantate nicht selbst kontrollieren oder bewegen.
- Weiche und nicht zu heisse Speisen wählen.
- Auf harte, scharfkantige und stark krümelnde Lebensmittel verzichten.
- Verordnete Spüllösungen und Medikamente nach Anweisung anwenden.
- Auf Rauchen und Alkohol verzichten.
- Sport und starke körperliche Belastung vorübergehend vermeiden.
- Alle vereinbarten Nachkontrollen wahrnehmen.
Wann die normale Zahnpflege im behandelten Bereich wieder aufgenommen werden kann, wird individuell festgelegt.
Welche Risiken bestehen?
Wie jeder operative Eingriff ist auch die ästhetische Oralchirurgie mit möglichen Risiken verbunden.
Dazu gehören:
- Nachblutung, Schwellung und Bluterguss,
- Wundschmerzen oder verzögerte Heilung,
- Wundinfektion,
- teilweiser oder vollständiger Verlust eines Transplantates,
- erneuter oder verbleibender Zahnfleischrückgang,
- unterschiedliche Farbe oder Struktur des transplantierten Gewebes,
- vorübergehende oder bleibende Empfindlichkeit einer Zahnwurzel,
- Narben oder ein unregelmässiger Zahnfleischverlauf,
- Abweichung zwischen erwartetem und tatsächlich erreichbarem Ergebnis,
- Notwendigkeit einer ergänzenden Behandlung.
Vor dem Eingriff besprechen wir, welche Risiken für die geplante Behandlung und Ihre individuelle Ausgangssituation relevant sind.
Wie dauerhaft ist das Ergebnis?
Ästhetisch-chirurgische Ergebnisse können langfristig stabil bleiben. Eine lebenslange unveränderte Gewebeform kann jedoch nicht garantiert werden.
Die langfristige Stabilität hängt unter anderem ab von:
- der Ausgangsanatomie,
- der Ursache des ursprünglichen Defektes,
- der Dicke und Qualität des Gewebes,
- der Position von Zähnen oder Implantaten,
- der täglichen Mundhygiene,
- der Putztechnik,
- Nikotinkonsum,
- entzündlichen Erkrankungen,
- regelmässigen Kontrollen und professioneller Nachsorge.
Vorhandene Ursachen sollten daher möglichst vor der Operation korrigiert werden.
Welche Ergebnisse sind realistisch?
Ästhetische Chirurgie kann sichtbare Gewebeverhältnisse verbessern, aber nicht jede natürliche oder bereits entstandene Veränderung vollständig rückgängig machen.
Besonders wichtig ist eine realistische Erwartung bei:
- ausgeprägtem Knochenverlust,
- sehr ungünstig positionierten Implantaten,
- fehlenden Zahnfleischpapillen,
- starken Narben und mehrfach voroperiertem Gewebe,
- weit fortgeschrittenem Zahnfleischrückgang,
- einem Gummy Smile, dessen Ursache nicht allein im Zahnfleisch liegt.
Wir erklären vor der Behandlung, welche Verbesserung wahrscheinlich erreichbar ist und wo medizinische oder anatomische Grenzen bestehen.
Benötige ich eine Überweisung?
Sie können sich direkt an unsere Praxis für Oralchirurgie in Uster wenden oder durch Ihre Zahnärztin, Ihren Zahnarzt oder eine kieferorthopädische Praxis überwiesen werden.
Bei einer geplanten Kombination mit Kronen, Brücken, Veneers oder einer kieferorthopädischen Behandlung stimmen wir das chirurgische Vorgehen eng mit der weiterbehandelnden Praxis ab.
Nach Abschluss der Heilung erhält die zuweisende Praxis die relevanten Informationen für die weitere Versorgung.
Was kostet eine ästhetisch-oralchirurgische Behandlung?
Die Kosten hängen von der Ausgangssituation, dem Behandlungsziel und dem notwendigen Verfahren ab.
Einfluss auf den Aufwand haben insbesondere:
- Anzahl der zu behandelnden Zähne oder Implantate,
- reine Zahnfleischkorrektur oder zusätzliche Knochenanpassung,
- Entnahme von eigenem Gewebe am Gaumen,
- Verwendung eines Weichgewebsersatzmaterials,
- notwendiger Knochenaufbau,
- digitale Planung und Diagnostik,
- Zusammenarbeit mit Dentallabor oder zuweisender Praxis,
- Anzahl der notwendigen Nachkontrollen.
Nach der Untersuchung erläutern wir Ihnen die geeigneten Behandlungsmöglichkeiten und erstellen eine individuelle Kostenschätzung.
Ästhetische Oralchirurgie in Uster
Ein natürliches Ergebnis entsteht nicht durch die isolierte Korrektur einer einzelnen Zahnfleischlinie, sondern durch das abgestimmte Zusammenspiel von Zähnen, Knochen, Weichgewebe und Zahnersatz.
In unserer Praxis für Oralchirurgie in Uster plant und behandelt Dr. med. dent. Sebastian Weissfuss als Fachzahnarzt für Oralchirurgie ästhetisch anspruchsvolle Gewebesituationen rund um natürliche Zähne und Zahnimplantate.
Unser Behandlungsspektrum umfasst unter anderem ästhetische Kronenverlängerungen, Zahnfleischkorrekturen, Rezessionsdeckungen, Weichgewebsaufbauten sowie kombinierte Knochen- und Weichgewebeaugmentationen.
Wir behandeln Patientinnen und Patienten aus Uster, dem Zürcher Oberland und der weiteren Region – direkt oder in enger Zusammenarbeit mit der zuweisenden Zahnarzt- oder Kieferorthopädiepraxis.
oder anrufen: 044 940 70 60